Wilhelm Hoegner (1887-1980) galt als einer der schärfsten Gegner Hitlers und die NSDAP in der Weimarer Republik und floh nach Hitlers Machtergreifung in die Schweiz. Im Exil erarbeitete er Entwürfe für eine robuste Demokratie in Deutschland und kehrte 1945 mit den US-Amerikanern nach München zurück. Sie ernannten ihn zum Bay. Ministerpräsidenten und beauftragten ihn mit der Erarbeitung der Bay. Verfassung, die bis heute überwiegend auf seinen Textentwürfen basiert. Sein Urenkel Ludwig Hoegner berichtet aus den Büchern Wilhelm Hoegners über Niedergang und Neuaufbau der Demokratie in Deutschland und diskutiert mit uns, welche Lehren wir für unsere heutige Demokratie ziehen können.
Nach über zehnjähriger Restaurierung wurde die Synagoge 2025 feierlich wiedereröffnet. Die Führung beleuchtet die Geschichte des bedeutenden jüdischen Gotteshauses in der Münchner Isarvorstadt – von seiner Entstehung in den 1930er Jahren über die Zerstörung in der Reichspogromnacht 1938 bis zur aufwendigen Wiederherstellung. I m geführten Rundgang „Jüdische Isarvorstadt. Spaziergang mit Besichtigung der Synagoge Reichenbachstraße“ spazieren Sie gemeinsam mit unseren Guides vom Jüdischen Museum München durch die Isarvorstadt zur Synagoge Reichenbachstraße. Das Programm ist dank des Engagements des Vereins Synagoge Reichenbachstraße e.V. unter Vorsitz von Dr. Rachel Salamander kostenfrei. Bildmaterial: Synagoge Reichenbachstraße, 1932, Foto: Besitz Meyerstein © JMM Wiederhergestellter Innenraum der Synagoge Reichenbachstraße, 2025, Foto: Thomas Dashuber/synagoge-reichenbach.de
Ein kleiner Ort hat in kurzer Zeit große Geschichte geschrieben: ab 1940 als NS-Siedlung für deutsche Rüstungsarbeiter, ab 1945 als Rettungsort für Überlebende des KZ-Todesmarsches und als Fluchtpunkt für jüdische Displaced persons und ab 1956 als neue Heimstätte für katholische Heimatvertriebene. In Waldram, ehemals Föhrenwald, ist Geschichte wie im Zeitraffer erlebbar. Bis heute finden sich Spuren dieser einzigartigen Migrationsgeschichte.
Als der Flugzeugbauer Dornier 1934 sein Zweigwerk „Leichtkonstruktionen München“ gründete, entstand in Neuaubing eine bedeutende Produktionsstätte für Kampfflugzeuge der Luftwaffe. Die große Zahl der nötigen Arbeiter erforderte den Bau einer neuen Wohnsiedlung. Diese wurde nach Plänen des Architekten Franz Ruf 1937-39 errichtet und ist ein Beispiel für Siedlungsbau im NS. Wir erkunden das heute denkmalgeschützte Ensemble und beleuchten Aspekte seiner Architektur und Geschichte bis hin zur Gegenwart.
Kriege prägen die Geschichte! War das schon immer so? Prof. Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, hat zusammen mit Kollegen anderer Fachdisziplinen früheste archäologische Spuren gewaltsamer Auseinandersetzungen ausgewertet. Mit dem Ziel herauszufinden, ob Kriege im Menschen "genetisch angelegt" oder ein Produkt ihrer "Zivilisierung" sind. In einem spannenden Vortrag berichtet er über die Ergebnisse seiner Forschungen.
Der 1931 verstorbene Carl Schnell war eine prägende Verlegerpersönlichkeit mit großem Einfluss auf das bayerische Schulwesen und die Jugendbildung. Er lebte in Krailling und war Mitglied der Literarischen Gesellschaft. Seine Frau Frida, selbst Dichterin, entstammte der Gautinger Papier-Dynastie Haerlin. Loïc Masson berichtet über seine Forschungen zur Familie Schnell und gibt über alles Anekdotische hinaus einen tiefen Einblick in das intellektuelle Milieu, das in den 1920er-Jahren in den Villenkolonien des Würmtals herrschte.
In jedem Leben sind Erinnerungen mächtig. Egal ob sie wunderschön, traurig oder sogar traumatisch sind – sie sagen uns etwas und begleiten uns in die Zukunft. Wenn wir sie aufschreiben, halten wir sie nicht nur fest. sondern bekommen Macht über sie und damit über unsere Vergangenheit. Wie aber spüre ich Ereignissen und Gefühlen nach, die schon länger zurückliegen? Wie finde ich das richtige Wort dafür? Will ich die Erinnerungen nur für mich oder meine Familie, vielleicht sogar meinen Freundeskreis festhalten? Anregungen und Übungen helfen Ihnen bei der Umsetzung.
Donald Trump beherrscht die Schlagzeilen der Weltpolitik – mit seinen schillernden, dabei oft verstörenden Reden und Aktionen. 2024 wurde er mit einer deutlichen Mehrheit gewählt, im November 2026 werden Kongress und ein Drittel der Sitze im Senat neu besetzt. Kann sich der Präsident nach den Midterm-Wahlen noch auf eine parlamentarische Mehrheit stützen? Ralf Borchardt vom Bayerischen Rundfunk, viele Jahre ARD-Korrespondent in den USA, analysiert die amerikanische Politik und wagt einen Ausblick auf die zweite Hälfte der Amtszeit Donald Trumps.