Diese Epoche darf als eine der spannendsten Phasen in der Entwicklungsgeschichte der Malerei überhaupt gelten. Denn da setzt ein Prozess ein, den es so vorher nicht gegeben hat: die Malerei gliedert sich mehr und mehr in einzelne, zum Teil nebeneinander existierende Strömungen auf (Realismus, Naturalismus, Impressionismus, Symbolismus, Jugendstil), die jeweils in etwas anderer Art und Weise auf die zeitgeschichtlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Veränderungen reagieren. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts setzt geradezu eine Explosion der unterschiedlichen Stile ein (u.a. Fauvismus, Expressionismus, Kubismus, Abstrakte Kunst, Konstruktivismus, Dada, Surrealismus, Neue Sachlichkeit, Pop Art, Fotorealismus), die die bis dahin geltenden traditionellen Regeln, das Wesen und die Aufgabe der Kunst in Frage stellen und neu zu definieren versuchen.
Zwei Epochen der deutschen Geschichte werden vorgestellt, in denen Kunst in einem undemokratischen Umfeld ihren Platz finden musste. Zum einen behandeln wir die Kunst in der Zeit des Nationalsozialismus – Themen werden hier u.a. Deutsche und Entartete Kunst sowie Raubkunst und Restitution sein, und zum anderen die Kunst in der DDR, u.a. die Frage nach dem Spannungsfeld zwischen verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität.
Mit Erinnerungen an das alte Dorf, „Badeort“ und Sommerfrische sowie an die vornehmen Villenbesitzer und Erbauer. Wir spazieren von der Margaretenkirche durch den alten Ortskern zur Mühle und den Überresten des Hofmarkschlosses zur neuen „Ortsmitte“, dann in das ehemalige „Villenviertel“. Ausklang und Erholung in einer der alten Gaststätten.
Um 1900 entwickelte sich Barcelona zu einem dynamischen Kulturzentrum. Zwischen industriellem Aufbruch, dem rasanten Wachstum der Stadt und sozialen Konflikten entstand hier eine eigene Kunstbewegung der Modernität, eine Art katalanischer Jugendstil. Alles war stark politisch geprägt und Ausdruck einer kulturellen Renaissance, die sich bewusst von der industriellen Massenproduktion abwandte und aufwendig restaurative Techniken zelebriert. Entdecken Sie neben bekannten Künstler wie Picasso und den Architekten Gaudi auch die Maler Camarasa, Casas oder Rusiñol sowie zahlreiche Designer und Literaten.
Tomás Saraceno (*1973 Argentinien) verbindet kunstvoll und durchdacht Kunst, Architektur und Wissenschaft miteinander, um ökosoziale Zukunftsvisionen zu entwerfen. Die Ausstellung präsentiert seine Forschungsprojekte Aerocene und Arachnophilia und eine ganz neue Auftragsarbeit, die gemeinsam mit Indigenen Gemeinschaften von Red Atacama aus Las Salinas Grandes entwickelt wurde. Im Haus der Kunst materialisieren sich Ideen in Gestalt von Luft-Skulpturen, Habitaten für verschiedenste Spezies und Environments, die neue Arten von Aufmerksamkeit erfordern. Unter Beteiligung zahlreicher Mitwirkender, die die Installationen und das Programm gestalten, verwandelt die Ausstellung das Gebäude in einen Raum für planetarische Resonanz!