Widmann, Diana
Beim Krimiabend der „Mörderischen Schwestern“ erwarten Sie drei spannende Kurzkrimis: Von einer Rückkehr nach München-Moosach über einen rätselhaften Tod im Schrebergarten bis hin zu gefährlichen Verstrickungen in der JVA Stadelheim. Zu Gast sind die Autorinnen Ingeborg Struckmeyer mit ihrem Krimi „Toter als tot“, Martina Pahr mit „Wer die Kohlmeise stört“ und Matilda Best mit „Gefährlicher Einfluss“.
Am Beispiel der Frauen ihrer eigenen Familie beleuchtet Sabine Bachmair, wie grundlegend unterschiedlich sich das Leben in der DDR vor und nach dem Mauerfall gestaltete. Sie zeigt, wie sich Rollenbilder und Alltagsrealitäten – als Mütter, Partnerinnen und Werktätige – von dem unterscheiden, was wir heute kennen. Trotz der vorgegebenen Strukturen und der oft schwierigen Bedingungen eines repressiven Systems gelang es vielen Menschen, ihren Alltag bemerkenswert selbstbestimmt zu meistern. Besonders die Findigkeit, der Pragmatismus, der Optimismus und die ausgeprägten sozialen Fähigkeiten der Frauen trugen dazu bei, das Leben erfolgreich zu gestalten. Ihre Geschichten eröffnen einen persönlichen, authentischen Blick auf diese Zeit.
Vor 90 Jahren, im Frühjahr 1933, brannten in vielen Orten in Deutschland, auch in Bayern, Scheiterhaufen mit Büchern. Die Autorinnen und Autoren, im Wesentlichen die literarische Elite der Weimarer Republik, und der Inhalt der Publikationen waren den neuen Machthabern ein Dorn im Auge. Deshalb sollten sie mit großem Pomp und publikumswirksam aus der Öffentlichkeit und aus den Köpfen beseitigt werden. Von welchem Hass diese propagandistische Aktion getragen war, zeigt der Griff zu mittelalterlichen Verfolgungsformen: der Vernichtung durch den Scheiterhaufen. Die Ausstellung stellt die Bücherverbrennungen 1933 in Bayern, die Akteure und die Orte sowie die betroffenen Autorinnen und Autoren vor. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden: Dienstag, Mittwoch, Freitag 10.00 – 18.00 Uhr Donnerstag 15.00 – 19.00 Uhr Samstag 10.00 – 14.00 Uhr (Montag geschlossen)
Barbara Hox liest die Geschichte „Wer bestimmt hier eigentlich?“ von Jeanette Boetius und Manuela Olten vor. Die Bilder aus dem Buch werden in einem Kamishibai-Theater gezeigt. Spannung und Begeisterung liegen in der Luft: Der Pausenhof der Grundschule soll ein neues Gesicht bekommen und die Schulleitung hat entschieden, die Kinder aktiv in den Gestaltungsprozess einzubeziehen – ein Paradebeispiel gelebter Demokratie. Doch schon bald wird deutlich, dass nicht alle Vorschläge umsetzbar sind. Wie geht man mit dieser Situation um?
Menschen statt Bücher ausleihen? Bei der „Nacht der lebenden Bücher“ begegnen Sie engagierten Menschen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. In kurzen Impulsen erzählen sie von ihren Erfahrungen, ihrem Engagement und ihren Beweggründen. Kommen Sie ins Gespräch, stellen Sie Fragen und entdecken Sie die vielen Gesichter gelebter Demokratie.
Bücher stehen für Wissen, Meinungsvielfalt und freien gesellschaftlichen Diskurs – zentrale Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft. Die Bücherverbrennungen von 1933 waren ein gezielter Angriff auf diese Werte und sollten kritische Stimmen und kulturelle Vielfalt auslöschen. Prof. Dr. Waldemar Fromm (Germanist und Leiter der Arbeitsstelle für Literatur in Bayern an der LMU München) beleuchtet die Bücherverbrennung 1933 in München und an vielen weiteren Orten in Bayern. Welche Bedeutung haben diese für unsere heutige Demokratie und welche Schutzfunktion übernehmen Bibliotheken und andere Bildungs- und Kultureinrichtungen für das gefährdete Gut „Buch“? Im Anschluss ist Zeit für Diskussion.
Deutschland ist seit langem wieder vereint und die DDR ist Vergangenheit, doch gerade weil das heute so selbstverständlich erscheint, ist das Erinnern wichtig, um aus der Geschichte zu lernen, wie kostbar Freiheit und Demokratie sind und wie schnell sie verloren gehen können, wie das Beispiel der DDR zeigt. Carmen Rohrbach konnte und wollte sich nicht in das System der DDR einfügen, sondern träumte davon, als Biologin die Wildnis zu erkunden, das Verhalten wilder Tiere zu erforschen und darüber zu schreiben. Deshalb wollte sie die DDR verlassen und sah keinen anderen Ausweg, als unter Lebensgefahr durch die Ostsee in Richtung dänische Küste zu fliehen.