Sasse, Regina Kunsthistorikerin M.A.
Die Alte Pinakothek zeigt bekannte und auch ganz selten gezeigte gemalte Bilder aus dem 16. und 17. Jahrhundert aus Deutschland, Flandern und den Niederlanden und wie die Maler darin Geschichten erzählen. Viele Jahrhunderte lang haben nicht Texte, sondern Bilder den Menschen die Stories erzählt über Wunder, Siege, Heldensagen und Religion. Sie waren entweder für ein sehr gebildetes Publikum oder für jedermann gemacht. Wie das Storytelling früher funktionierte, wie es Abläufe und Geschichten erzählte und was sich hinter Teufelswesen, Fürsten oder kleinen Figuren im Hintergrund verbirgt, zeigt die Führung. Außerdem geht es darum, ob die Stories immer so eindeutig waren, oder ob die BetrachterInnen extra in die Irre geführt wurden.
Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Haare sind ein starkes Mittel des Ausdrucks – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Mit ihnen bekennen wir Zugehörigkeit, gestalten Identität oder ziehen andere in unseren Bann. Die Ausstellung lädt zu einem anregenden, sinnlichen und überraschenden Streifzug durch drei Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte der Haare ein von der Antike bis zur Gegenwart .
Um 1900 entwickelte sich Barcelona zu einem dynamischen Kulturzentrum. Zwischen industriellem Aufbruch, dem rasanten Wachstum der Stadt und sozialen Konflikten entstand hier eine eigene Kunstbewegung der Modernität, eine Art katalanischer Jugendstil. Alles war stark politisch geprägt und Ausdruck einer kulturellen Renaissance, die sich bewusst von der industriellen Massenproduktion abwandte und aufwendig restaurative Techniken zelebriert. Entdecken Sie neben bekannten Künstler wie Picasso und den Architekten Gaudi auch die Maler Camarasa, Casas oder Rusiñol sowie zahlreiche Designer und Literaten.
Tomás Saraceno (*1973 Argentinien) verbindet kunstvoll und durchdacht Kunst, Architektur und Wissenschaft miteinander, um ökosoziale Zukunftsvisionen zu entwerfen. Die Ausstellung präsentiert seine Forschungsprojekte Aerocene und Arachnophilia und eine ganz neue Auftragsarbeit, die gemeinsam mit Indigenen Gemeinschaften von Red Atacama aus Las Salinas Grandes entwickelt wurde. Im Haus der Kunst materialisieren sich Ideen in Gestalt von Luft-Skulpturen, Habitaten für verschiedenste Spezies und Environments, die neue Arten von Aufmerksamkeit erfordern. Unter Beteiligung zahlreicher Mitwirkender, die die Installationen und das Programm gestalten, verwandelt die Ausstellung das Gebäude in einen Raum für planetarische Resonanz!