Speckmaier Santander, Lisa Heilpraktikerin für Psychotherapie, Systemische Therapeutin und Familientherapeutin, zertifizierte Elternberaterin bei ADHS
Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Systemische Therapeutin und Familientherapeutin (i. A.) sowie zertifizierte Elternberaterin bei ADHS. Ich begleite Erwachsene, Eltern und Familien in herausfordernden Lebenssituationen. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf AD(H)S.
An der systemischen Haltung schätze ich besonders den ressourcenorientierten Blick auf Menschen. Statt ausschließlich auf Probleme oder Diagnosen zu schauen, interessiert mich, welche Stärken, Fähigkeiten und Erfahrungen bereits vorhanden sind und wie diese zur Bewältigung von Herausforderungen genutzt werden können. Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch Expertin oder Experte für das eigene Leben ist und dass nachhaltige Veränderungen dort entstehen, wo individuelle Lösungen entwickelt werden.
Seit 2021 berate ich zudem als zertifizierte Schlafberaterin für Babys und Kleinkinder Eltern rund um den Baby- und Kleinkindschlaf. Dabei unterstütze ich Familien dabei, auf wissenschaftlich fundierte und bindungsorientierte Weise zu erholsameren Nächten zu finden – ohne Methoden wie Schreienlassen oder Ferbern. Mir ist es wichtig, dabei die Bedürfnisse aller Familienmitglieder im Blick zu behalten.
AD(H)S wird häufig mit körperlicher Hyperaktivität und impulsivem Verhalten in Verbindung gebracht. Dieses Bild greift jedoch zu kurz – insbesondere bei Mädchen und Frauen. Bei ihnen zeigt sich AD(H)S oft weniger auffällig nach außen. Viele Betroffene entwickeln früh Strategien, um sich anzupassen und Anforderungen zu erfüllen. Dadurch bleibt AD(H)S nicht selten über Jahre unerkannt. Der Vortrag vermittelt eine differenzierte und wissenschaftlich fundierte Einordnung des Themas und beleuchtet, warum AD(H)S bei Mädchen und Frauen häufig übersehen wird. Neben grundlegenden Informationen zu AD(H)S werden typische Erscheinungsformen im Alltag dargestellt sowie mögliche unterstützende Rahmenbedingungen aufgezeigt. Ziel ist eine sachliche, zeitgemäße Perspektive jenseits von Vorurteilen und vereinfachenden Zuschreibungen. Der Abend richtet sich an interessierte Erwachsene, Eltern, Pädagog:innen sowie Frauen, die sich selbst im Thema wiedererkennen. Es besteht Raum für Fragen und Austausch.