Die "Lange Nacht der Demokratie im Würmtal" macht erlebbar, was Demokratie stark macht: Offene und positiv erlebte Begegnung. Dies wird bereits in der Vielfalt der Kooperationspartner aus dem Würmtal sichtbar.
Wir stellen uns aktuellen Herausforderungen: Wie gehen wir mit Erzählungen um, die Politik und demokratische Institutionen verächtlich machen? Wo ist Widerstand nötig und wie kann er aussehen? Wie schützen und gestalten wir unsere vielfältige, liberale Demokratie?
Die Lange Nacht lädt ein zum Mitmachen, Mitdenken und Mitstreiten am 2. Oktober und darüber hinaus.
Alle Angebote sind kostenlos. Ihre Anmeldung erleichtert uns die Planung, zugleich sind Sie auch spontan immer willkommen!
Vor 90 Jahren, im Frühjahr 1933, brannten in vielen Orten in Deutschland, auch in Bayern, Scheiterhaufen mit Büchern. Die Autorinnen und Autoren, im Wesentlichen die literarische Elite der Weimarer Republik, und der Inhalt der Publikationen waren den neuen Machthabern ein Dorn im Auge. Deshalb sollten sie mit großem Pomp und publikumswirksam aus der Öffentlichkeit und aus den Köpfen beseitigt werden. Von welchem Hass diese propagandistische Aktion getragen war, zeigt der Griff zu mittelalterlichen Verfolgungsformen: der Vernichtung durch den Scheiterhaufen. Die Ausstellung stellt die Bücherverbrennungen 1933 in Bayern, die Akteure und die Orte sowie die betroffenen Autorinnen und Autoren vor. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden: Dienstag, Mittwoch, Freitag 10.00 – 18.00 Uhr Donnerstag 15.00 – 19.00 Uhr Samstag 10.00 – 14.00 Uhr (Montag geschlossen)
Deutschland ist seit langem wieder vereint und die DDR ist Vergangenheit, doch gerade weil das heute so selbstverständlich erscheint, ist das Erinnern wichtig, um aus der Geschichte zu lernen, wie kostbar Freiheit und Demokratie sind und wie schnell sie verloren gehen können, wie das Beispiel der DDR zeigt. Carmen Rohrbach konnte und wollte sich nicht in das System der DDR einfügen, sondern träumte davon, als Biologin die Wildnis zu erkunden, das Verhalten wilder Tiere zu erforschen und darüber zu schreiben. Deshalb wollte sie die DDR verlassen und sah keinen anderen Ausweg, als unter Lebensgefahr durch die Ostsee in Richtung dänische Küste zu fliehen.