Aktuelle Informationen aus der vhs
Demokratie lebt vom Mitmachen: Rund 380 Menschen bei Veranstaltungen im Würmtal Foto: Sebastian Hofmüller, „Demo-Kratie-Zug“ der Schüler der Gautinger Realschule
Die Lange Nacht der Demokratie brachte Menschen in Planegg, Krailling und Gauting zusammen. Mit kreativen Aktionen, Film und Diskussion, Musik und persönlichen Begegnungen setzten die vhs im Würmtal und zahlreiche Kooperationspartner ein Zeichen für demokratisches Miteinander.
Wie wollen wir miteinander leben? Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Und wie können wir Demokratie im Alltag stärken? Mit diesen Fragen beschäftigten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie im Würmtal. Rund 380 Teilnehmende besuchten die bisherigen Veranstaltungen in Planegg, Krailling und Gauting. Die vhs im Würmtal hatte das umfangreiche Programm gemeinsam mit der Amnesty International Gruppe Würmtal, der Ev.-Lutherische Kirchengemeinde Planegg – Stockdorf, mit Gedenken im Würmtal e.V., der Gemeinde und der Gemeindebibliothek Gauting, der Gemeindebibliothek Krailling, der Gruppe "Demokratie leben im Würmtal", der Musikschule Gauting und Planegg-Krailling, dem Verein Naturfreunde Würmtal und dem Pfarrverband im Würmtal auf die Beine gestellt.
Von kreativen Aktionen bis zum offenen Dialog
Besonders vielfältig waren die Formate, die Demokratie auf ganz unterschiedliche Weise erlebbar machten. In Gauting setzten Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule mit einem „Demo-Kratie-Zug“ und selbst gestalteten „Verkehrsschildern der Gerechtigkeit“ ein kreatives Zeichen für Respekt und Toleranz. In Planegg lud der Film „Der Volksbürger“ mit anschließender lebhafter Podiumsdiskussion mit Dr. Kinza Khan, Prof. Dr. Walther Michl und Prof. Dr. Peter Strohschneider. dazu ein, über Gefahren für die Demokratie und den Schutz einer freien Gesellschaft nachzudenken. Beim Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ standen persönliche Erfahrungen und der respektvolle Austausch unterschiedlicher Perspektiven im Mittelpunkt.
Auch die Geschichte der Demokratie spielte eine wichtige Rolle: In Gauting ging es um den bayerischen Ministerpräsidenten und Verfassungsvater Wilhelm Hoegner. In Krailling widmete sich eine Ausstellung den Bücherverbrennungen von 1933. Die „Nacht der lebenden Bücher“ brachte Menschen zusammen, die sich auf unterschiedliche Weise für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. Ergänzt wurde das Programm durch weitere Begegnungs- und Mitmachangebote.
Gemeinsam mehr erreichen
Die positive Resonanz zeigt, wie wichtig Gelegenheiten sind, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und andere Sichtweisen kennenzulernen. Möglich wurde das Programm durch die Zusammenarbeit zahlreicher engagierter Partner vor Ort. Sie brachten ihre Themen, Ideen und Perspektiven ein und machten deutlich, dass Demokratie nicht allein in Parlamenten stattfindet, sondern überall dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und das Zusammenleben mitgestalten.
„Demokratie lebt davon, dass wir uns begegnen, einander zuhören und auch unterschiedliche Meinungen miteinander aushalten. Die große Beteiligung und die Vielfalt der Veranstaltungen zeigen, wie viel Engagement es dafür im Würmtal gibt“, sagt Karola Albrecht, stellvertretende Geschäftsleitung der vhs im Würmtal.
Das Programm geht weiter
Auch nach dem 2. Oktober bietet die Lange Nacht der Demokratie Gelegenheit, sich mit Freiheit, gesellschaftlicher Verantwortung und demokratischen Werten auseinanderzusetzen. Am Freitag, 23. Oktober, liest die Autorin Carmen Rohrbach in der Gemeindebibliothek Krailling aus ihrem Buch „Solange ich atme“. Darin erzählt sie von ihrem Wunsch nach Freiheit und ihrer lebensgefährlichen Flucht aus der DDR durch die Ostsee. Die Veranstaltung erinnert daran, wie kostbar Freiheit und Demokratie sind und warum es wichtig bleibt, sich mit der Geschichte Die Ausstellung auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung "Verbrannte Bücher 1933-2023" in der Kraillinger Bibliothek ist noch bis 31. Oktober zu den Öffnungszeiten zu besuchen.
Die Lange Nacht der Demokratie ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern. Die bayernweite Koordination liegt 2026 beim Bayerischen Volkshochschulverband. Im Würmtal wurde das Programm gemeinsam mit lokalen Partnern zum zweiten Mal gestaltet. Die vhs im Würmtal bedankt sich bei allen Beteiligten und Gästen, die mit ihrem Engagement und ihrer Teilnahme die Demokratie vor Ort lebendig machen.
Weitere News
Newsletter abonnieren
Sie möchten über aktuelle Veranstaltungen und freie Plätze informiert werden? Abonnieren Sie unseren Newsletter. Wir schicken einmal im Monat neueste Informationen per E-Mail.



