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T2811 Bodenschätze unserer Heimat

Beginn Di., 02.07.2019, 19:00 Uhr
Kursgebühr 12,00 €
Dauer 1x
Kursleitung Bodo Happek

In unserem Raum und südlich von München wurden im Lauf der Jahrhunderte an verschiedenen Stellen Rohstoffe abgebaut, die hauptsächlich regional größere Bedeutung hatten. Wichtige Lagerstätten waren z. B. die Pechkohlevorkommen zwischen Lech und Inn und die Gesteine zwischen Ohlstadt und Unterammergau, die das Rohmaterial für die Wetzsteinproduktion lieferten. Dieses wurde sogar bis nach Südosteuropa geliefert. Kriegswirtschaftlich von Bedeutung war während des ersten Weltkriegs das Blei- und Molybdänvorkommen oberhalb des Höllentals an der Zugspitze.
Weitere Beispiele für ehemalige Lagerstätten sind die Gipsvorkommen bei Partenkirchen und Oberau, die Schieferkohle bei Großweil, der Steinbruch des ehemaligen Werdenfelser Hartsteinwerks im Murnauer Moos (Glaukoquarzit) sowie die Steinbrüche für den „Enzenauer Marmor“ bei Bad Heilbrunn und den „Rosenheimer Granitmarmor“ bei Rohrdorf. Beide Gesteine fanden in München im 19. Jh. reißenden Absatz. In diese Zeit fiel auch der Höhepunkt des Abbaus der Lehmvorkommen zwischen Berg am Laim und Ismaning. Der Lehm war Grundlage einer bedeutenden Ziegelproduktion.
Dieser Vortrag möchte sich neben den historischen Daten aber vor allem mit den geologischen Grundlagen der Lagerstätten beschäftigen, ihrem Alter und ihrer Entstehung. Abgedeckt wird ein Zeitraum von etwa 350 Millionen Jahren, der von der Trias bis in die letzte Eiszeit reicht und die Heraushebung der Alpen und die Eisvorstöße als große Rahmen der Lagerstättenbildung umfasst.


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Termine

Datum
02.07.2019
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Planegg, Am Marktplatz 10a, vhs-Zentrum, Raum 9



Kursort

Planegg, vhs-Zentrum, Raum 9

Am Marktplatz 10a
82152 Planegg